Ausgezeichnete Projekte der vergangenen Jahre

Willkommen in der Riege der Besten! Der Deutsche Project Excellence Award wird vergeben für herausragende Leistungen im Projektmanagement. Es sind Projekte, von denen die Fachöffentlichkeit lernen kann.

 

 

Erweiterung eines Werkes zur Herstellung von Landmaschinen in Krasnodar

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Landmaschinen ist CLAAS bereits seit 1992 bestens am russischen Markt bekannt. Seit 2005 produziert CLAAS die ersten modernen Landmaschinen im südrussischen Krasnodar. Seither ist die Bedeutung Russlands als Agrarproduzent noch gestiegen – und damit auch die Nachfrage nach lokaler Produktion mit moderner Technik. Um den russischen Markt weiter zu erschließen, entschied sich CLAAS 2012 deshalb für die größte Einzelinvestition in der mehr als hundertjährigen Firmengeschichte: eine komplette Fabrik wurde für rund 120 Mio. Euro errichtet inklusive Blechzuschnitt, Abkanten, Schweißen, Farbgebung und Montage sowie der vor- und nachgelagerten Logistik und Qualitätsbereiche.

CLAAS

PREISTRÄGER 2016

SCOUT: Programm im Bereich Grundinfrastruktur der Swisscom

Mit insgesamt sieben historisch gewachsenen Rechenzentren betrieb Swisscom das IT-Tagesgeschäft von mehreren hundert Bank- und Industriekunden. Um den hohen Qualitäts- und Servicestandard zu sichern und die Industrialisierung in der IT-Produktion weiter voranzubringen, startete Swisscom 2009 die strategische Initiative SCOUT im Bereich der Grundinfrastruktur. Das Organisationsprojekt hatte zum Ziel, die Infrastruktur- und IT-Landschaft zu vereinfachen und Redundanzen abzubauen. Die Datacenterstrategie lieferte dafür die beste Lösung, nämlich zwei Datacenter auf höchstem Niveau, in welche die komplette IT-Infrastruktur der Kunden migriert wird. Der Plan: Eines der ursprünglichen Datacenter bleibt bestehen, ein zweites wird komplett neu gebaut – und zwar in einer Form, die in Sachen Qualität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit weltweit seinesgleichen sucht. 

Swisscom

PREISTRÄGER 2016

Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM)

Der Plan klang fast tollkühn: An 36 hochbelasteten Hauptverkehrskreuzungen sollte der komplette Verkehrsfluss von Kraftverkehr, Radfahrern und Fußgängern analysiert werden, während alles weiter seinen gewohnten Gang geht und dies mit teils vollkommen neu entwickelten technischen Komponenten, die eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur entstehen ließen. In Braunschweig gelang es in einem einmaligen öffentlichen Forschungsprojekt, Intelligente Mobilität in den normalen Straßenverkehr zu integrieren. Das Institut für Verkehrssystemtechnik des DLR schuf somit nicht nur die Basis, um bisher kaum erforschbare „Beinahe-Unfälle“ zu untersuchen, sondern leistet vor allem einen entscheidenden Beitrag für die Intelligente Mobilität der Zukunft.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

AUSZEICHNUNG 2016

Responsive Design (RWD)

Auf dem Sofa via Tablet einkaufen, in der Bahn den Versandstatus mit dem Smartphone überprüfen oder am klassischen PC im Shop stöbern: Es gibt unterschiedliche Wege online einzukaufen. Beim Online-Händler OTTO verliefen sie nebeneinander, was zu Friktionen in der Customer Journey führte. Um die Kunden in ihrem „Everywhere Commerce“ Kaufverhalten abzuholen, sollten die mobile sowie die Desktop-Seite synchronisiert werden. Dabei immer im Blick: der Einfluss auf kritische externe Faktoren, wie etwa das Google Ranking. Umgesetzt hat OTTO die Harmonisierung mittels Responsive Design. Der Online-Shop erkennt nun automatisch die Bildschirmgröße jedes Endgerätes und passt sich entsprechend an. Und auch die persönlichen Empfehlungen und Warenkorbinhalte sind jetzt auf jedem Device identisch. Der Erfolg gibt OTTO recht: Von den Besuchern, die über das Smartphone kommen, kaufen heute rund 30 Prozent mehr als vor der Harmonisierung. Insgesamt kommt die Hälfte aller Besuche auf otto.de über Tablets und Smartphones. 

OTTO

AUSZEICHNUNG 2016

Cyber-Physische Produktionssysteme – Produktivitäts- und Flexibilitätssteigerung durch die Vernetzung intelligenter Systeme in der Fabrik (CyProS)

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Forschung für die Produktion von morgen“ formierte sich ein Netzwerk aus 21 Unternehmen und Wissenschaftlern. Die Aufgabe: Die produzierende Industrie dabei zu unterstützen, ihren Wertstrom zu digitalisieren und Produktivität sowie Flexibilität signifikant zu steigern. Im Projekt „CyProS“ galt es zunächst eine Referenzarchitektur zu schaffen und ein repräsentatives Spektrum Cyber-Physischer Systemmodule für Produktions- und Logistiksysteme zu definieren. Darauf basierend wurden in einem zweiten Schritt universelle Vorgehensweisen und Plattformen zur Einführung von Cyber-Physischen Produktionssystemen bereitgestellt. Nachdem Konzepte für Hardware und Infrastruktur vorlagen, ging es in einem nächsten Schritt darum, die Unternehmen auch arbeitsfähig zu machen. Dafür entwickelte das Konsortium unter der Projektleitung der WITTENSTEIN SE diverse Use Cases. In Transferzentren, darunter eine „Schaufensterfabrik“ mit realer Produktionsumgebung, können sich Unternehmen das technische und methodische Handwerkszeug für die Umsetzung demonstrieren lassen. 

WITTENSTEIN

AUSZEICHNUNG 2016

Neues BMW Werk in Brasilien

Für die lokale Produktion von fünf verschiedenen Pkw-Modellen hat die BMW AG im brasilianischen Araquari, fernab der großen Städte oder Industriestandorte, ihr erstes Automobilwerk in Südamerika aufgebaut. Konsequente Transparenz und die gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten haben das Bauprojekt in kürzester Zeit zum Erfolg geführt. So konnte schließlich dort, wo zehn Monate zuvor noch Rinder gegrast hatten, im Oktober 2014 die erste 3er-Limousine vom Band laufen. 

BMW

PREISTRÄGER 2015

Feste Fahrbahn im Gotthard-Basistunnel

Ein rekordverdächtiges Bauvorhaben: Nach seiner Fertigstellung wird der Gotthard-Basistunnel mit 57 Kilometern Gesamtlänge und rund 115 Kilometern festem Fahrbahngleis in zwei Röhren der längste Eisenbahntunnel der Welt sein.

ARGE Fahrbahn Transtec Gotthard

PREISTRÄGER 2015

Hochwasserrisikomanagement Baden-Württemberg

Hochwasserereignisse wie in den Jahren 2002 und 2013 haben sich mit ihren milliardenschweren Schäden tief ins Bewusstsein der Deutschen gegraben. Und sie haben der Bevölkerung vor Augen geführt, dass Deiche und Rückhaltebecken allein keinen wirksamen Schutz bieten können. Baden-Württemberg ließ dieser Einsicht mit der Einführung eines landesweiten Hochwasserrisikomanagements Taten folgen. 13 Jahre lang hat das Land gemeinsam mit Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie vielen weiteren Akteuren an der Umsetzung einer Landesstrategie zur Schadensminderung bei Hochwasser gearbeitet. Diese wurde stetig weiterentwickelt, ab 2007 wurden die Anforderungen aus der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (HWRM-RL) integriert und umgesetzt.

Regierungspräsidium Stuttgart

AUSZEICHNUNG 2015

SuedLink – Vorplanungsprojekt

800 Kilometer, 500 Kilovolt und eine Übertragungskapazität von insgesamt vier Gigawatt - SuedLink ist das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende – und der Name Programm. Leistungsstarke Nord-Süd-Verbindungen wie das Gemeinschaftsprojekt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Transnet BW spielen für die zukünftige Versorgungssicherheit eine zentrale Rolle. Das Vorplanungsprojekt sollte dabei die formalen Voraussetzungen für die Eröffnung des Planungs- und Genehmigungsverfahren der Nord/Süd-Verbindung schaffen.

TenneT TSO GmbH

AUSZEICHNUNG 2015