Infos für Teilnehmer des Deutschen Project Excellence Awards

Fragen und Antworten

Project Excellence ist keine Frage von Größe, Branche oder PM-Methoden, sondern steht für eine gewisse Haltung.

Das Ziel dabei ist, sich jeden Tag ein Stück weit selbst zu übertreffen und am Ende Begeisterung zu schaffen. Der Deutsche Project Excellence Award (DPEA) zeichnet diejenigen Projekte aus, denen das in besonderem Maße gelungen ist. 

Vielleicht möchten Sie Ihre exzellenten Leistungen endlich einmal krönen lassen? Oder wollen Sie prüfen, wo Sie in der PM-Welt stehen und Ihr Verbesserungspotenzial liegt? Ganz gleich, welche Ihre Motivation ist, mit dem PE-Portal der GPM ist eine Selbstbewertung nach dem Project Excellence Modell möglich. Dies macht die Teilnahme am Award so komfortabel.

Die wichtigsten Fragen von Interessenten und Bewerbern für den Deutschen Project Excellence Award sind im Folgenden aufgeführt.

Bewertungssystem

Mit dem Project Excellence Modell werden die Projekte bewertet

Warum teilnehmen?

Es gibt viele gute Gründe für eine Teilnahme am Deutschen Project Excellence Award.

Für Unternehmen ...

... ist der Award eine Gelegenheit, Stärke im Projektmanagement zu beweisen und von einem hochwertigen Assessment zu profitieren, das seinesgleichen sucht. Die Teilnahme am Wettbewerb spornt Mitarbeiter an und hilft, über exzellente Leistungen auch zu sprechen. 

Für Projektmanager ...

... ist der Award eine einzigartige Herausforderung, um zu zeigen, wozu sie in der Lage sind. Aber auch das kollegiale und vertrauliche Review von anderen PM-Profis ist schon Grund genug für eine Teilnahme.

Für Consultants und Trainer ... 

... kann ein Projektassessment eine Chance sein, die Leistung des Kunden von außerhalb attestieren zu lassen. Nichts ist schöner, als ein Winning-Team begleitet zu haben und dann gemeinsam den Applaus zu genießen.

Zusammen demonstrieren Projektleiter und Unternehmen ihren Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit, dass sie Projekte zuverlässig und professionell zum Erfolg führen können.

Letztendlich geht es bei Project Excellence darum, nicht nur Projekte umzusetzen, sondern immer noch ein Stückchen weiterzugehen. Diese Excellence Stories bringen die Fachöffentlichkeit voran und zeigen, wie kraftvoll gutes Projektmanagement als Führungskonzept ist.

Gute Gründe

für eine Teilnahme am DPEA

Wie viel Aufwand bedeutet das?

Die Selbstbewertung im PE-Portal ist denkbar einfach.

Ein Projekt, das professionell durchgeführt und dokumentiert worden ist, sollte in der Lage sein, die notwendigen Beschreibungen und Dokumente innerhalb weniger Stunden einzutragen. 

Manche Projekte merken allerdings erst nachträglich, dass es wohl irgendein Erfolgsgeheimnis gab, das sie zu hervorragenden Leistungen getragen hat. In diesen Fällen entsteht noch Aufwand für die Reflexion und retrospektive Beschreibung des Vorgehens. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieses bewusste Suchen und Lernen aus den eigenen Best-Practices schon ein Wert an sich ist, sodass der Deutsche Project Excellence Award nur noch die Krönung ist.

Was ist der Feedback-Bericht der Assessoren?

Das Profil eines Projektes auf einen Blick.

Ist die Selbstbewertung einmal eingereicht, übernimmt das DPEA-Team die Arbeit, reviewed und diskutiert die Unterlagen, kommt zu einem eintägigen Vor-Ort-Besuch und erstellt schließlich den ausführlichen Feedback-Bericht. Die Vertraulichkeit aller Bewerbungen und Inhalte ist selbstverständlich. Erst die Namen der Projekte bzw. Unternehmen, die das Finale erreicht haben, werden von der GPM veröffentlicht.

Der Feedback-Bericht der Assessoren zeigt auf einen Blick das Profil eines Projektes nach den Kriterien des Project Excellence Modells. Zu jedem der 23 Teilkriterien beschreiben die DPEA Assessoren anschließend im Text die individuellen Stärken und Verbesserungspotenziale.

Der Feedback-Bericht wird der Jury vorgelegt und dem Teilnehmer zugesandt.

  • Übersichtsgrafik im Feedbackbericht

    Übersichtsgrafik im Feedbackbericht

Wie viele Punkte kann ein Projekt erreichen und wann ist es „exzellent“?

Die Skala passt sich den Möglichkeiten des Projektes an.

Viele potenzielle Teilnehmer fragen sich, ob sie denn auch „gut genug“ seien, um am Deutschen Project Excellence Award teilzunehmen. Vor allem die 1.000 Punkte scheinen nicht erreichbar zu sein. Tatsächlich ist diese Grenze bisher unerreicht und das wird wahrscheinlich auch zukünftig so bleiben, denn mit steigender Reife eines Projektes wächst auch die Herausforderung. Es gilt, sich immer ein wenig selbst zu übertreffen. 

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass Projekte, die im Assessment an die 600-Punkte-Marke kommen oder sich sogar den 700 Punkten nähern, schon in der Liga der exzellenten Projekte spielen. Sie haben ihre Methoden und Prozesse im Griff, begeistern in einigen Kriterien und das sogar so signifikant, dass sie im Mittelwert aller Teilkriterien deutlich über dem Durchschnitt liegen.

Nie vergessen darf man dabei, dass ein Projekt, das in der Lage ist, seine hohe Qualität anhand des Project Excellence Modells darzustellen und zu belegen, schon ein Level erreicht hat, bei dem nur noch wenige mithalten können. Den Assessoren des Deutschen Project Excellence Awards ist diese Leistung bewusst. 

Wie wird der Deutsche Project Excellence Award verliehen?

Eine unabhängige Jury entscheidet.

Die Gutachten der Assessoren werden einer Jury vorgelegt. Die Jury überblickt die zum Teil sehr unterschiedlichen Projekte im Teilnehmerfeld und würdigt ihre Leistungen im Einzelnen. Projekte, die insgesamt beeindrucken, werden als Finalisten zum PM Forum eingeladen, Europas größtem Branchenevent im Projektmanagement. Dort findet dann die öffentliche Auszeichnung der Projekte statt. 

Die Jury des Deutschen Project Excellence Awards besteht aus folgenden Mitgliedern:

  • Prof. Dr.-Ing. Helmut Klausing, Präsident der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. 
  • Prof. Harald Wehnes, ehem. Vorstand der GPM für das Ressort Bildung und ehemaliger Preisträger des Deutschen Project Excellence Awards
  • Dr. Thor Möller, Unternehmer, Autor und ehemaliger Vorstand der GPM
  • Dr. Dagmar Börsch, erfahrene Assessorin für den Deutschen Project Excellence Award
  • Dr. André Moll, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Initiative Ludwig-Erhard-Preis e. V., Mitglied des Core Teams der EFQM

Was kostet die Teilnahme am DPEA?

Die Teilnahmegebühren für den DPEA decken die unmittelbaren Kosten. Die Arbeitszeit der Assessoren wird pro bono geleistet.

Zuerst kostet Sie das Selbstassessment nicht mehr als etwas eigenen Aufwand, um die Beschreibungen zu den 23 Teilkriterien des Project-Excellence-Modells im PE-Portal auszufüllen. Die Nutzung des PE-Portals und die Selbstbewertung sind kostenlos, bis Sie Ihr Projekt für den DPEA einreichen.

Projekte, die in den Assessment-Prozess aufgenommen werden, erhalten ein Paket an Leistungen:

  • Projekt Review durch ein Team von DPEA-Assessoren
  • Ausführlicher Feedback-Bericht
  • 2 Volltickets für das PM Forum am 23. und 24. Oktober in Nürnberg
  • Produktion eines Films zur Projektpräsentation zur Vorführung beim PM Forum in ca. 90 Sekunden, anschließend zur freien Nutzung des Projektes, inklusive ein Drehtag vor Ort beim Projekt.

Für Projekte, die von der Jury als Finalist ausgewählt worden sind, zudem:

  • Artikel über das Projekt durch einen Fachjournalisten aufbereitet
  • Präsentation des Projektes auf der Homepage des DPEA 

Die Teilnahmegebühr für den Deutschen Project Excellence Award beträgt regulär 7.950 € zzgl. USt., Mitgliedsunternehmen der GPM profitieren von einer reduzierten Teilnahmegebühr von 6.800 € zzgl. USt. Sie wird in jedem Fall erst fällig, wenn ein Projekt auch in den Assessment-Prozess für den Deutschen Project Excellence Award aufgenommen wird. Außerdem trägt der Teilnehmer die Reisekosten für den Vor-Ort-Termin des Assessoren-Teams.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen für den DPEA finden Sie hier.

Ein Paket an Leistungen

Feedbackbericht, Tickets für das PM Forum und Filmproduktion

Wer kann teilnehmen?

Alle Branchen, Projektarten und Ansätze des Projektmanagements sind willkommen.

Projekte können sich für den Deutschen Project Excellence Award bewerben, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Projekt sollte eine gewisse Größe und Komplexität erreicht haben. Als Richtwert gelten mindestens etwa 100 Personentage Aufwand und mehrere beteiligte Organisationseinheiten.
  • Es sollte nach den gängigen Definitionen die Eigenschaften eines Projektes haben, in jedem Fall aber ein einmaliges und neuartiges Vorhaben sein, das in Zeit, Kosten und Leistung definiert ist. Gegenüber anderen Vorhaben sollte es klar abgegrenzt sein und eine projektspezifische Organisation aufweisen.
  • Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte das Projekt abgeschlossen sein und die Ergebnisse vorliegen bzw. der Erfolg messbar sein.
  • Der Projektabschluss darf nicht länger als 18 Monate vor der Bewerbung liegen.
  • Der Deutsche Project Excellence Award wird öffentlich vergeben. Das Projekt muss daher prinzipiell für die Veröffentlichung zugelassen sein. Details und Geschäftsgeheimnisse bleiben natürlich vertraulich. Die Erfolge und Aspekte eines exzellenten Projektmanagements sind aber Teil der Excellence Story, die Sie als Preisträger präsentieren.
  • Pro Unternehmen, Organisation oder selbständiger Organisationseinheit sind maximal zwei Bewerbungen pro Jahr möglich.
  • Der Deutsche Project Excellence Award steht allen Projekten offen, eine Mitgliedschaft in der GPM ist nicht Voraussetzung.

Das PE-Modell ist neutral hinsichtlich Branchen, Methoden und Standards des Projektmanagements.

Wenn Sie Fragen haben oder nicht sicher sind, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, wenden Sie sich bitte an das Award-Office der GPM. Wir sind immer auf der Suche nach exzellenten Projekten und beraten Sie gern.

Ergebnisse müssen vorliegen

Der Deutsche Project Excellence Award steht allen Projekten offen

Nachweise und Belege

Wonach suchen die Assessoren genau und worauf stützen sie ihre Einschätzung?

Nachweis: Ein Nachweis ist erbracht, wenn eine Darstellung in den Bewerbungsunterlagen oder den Schilderungen des Projektleiters den Assessoren glaubhaft erscheint und sie entscheiden, diese als nachgewiesen zu akzeptieren.

Beleg:
 Ein Beleg ist erbracht, wenn der Bewerber anhand von Dokumenten oder Tatsachen einen Sachverhalt darlegen kann. Generell sind Belege Nachweisen vorzuziehen. Die Assessoren sollten bemüht sein, Darstellungen zu hinterfragen und belegen zu lassen.

50-Prozent-Schwelle in der Bewertungstabelle: 
Ab einer Wertung von 50 Prozent in einem (Teil-)Kriterium ist für dieses Teilkriterium der Bereich von Excellence erreicht. Zwei Voraussetzungen sind hierfür erforderlich: 

  1. Vergibt ein Assessor diese Wertung, muss er das konkrete Beispiel für Excellence beschreiben, das ihn zu dieser Wertung gebracht hat.
  2. Ab 50 Prozent müssen die Nachweise (bzw. Vergleiche, Trends) durch Belege gestützt sein.

Das Assessment ist so ausgelegt, dass die Stärken des Projektes herausgearbeitet und dokumentiert werden

Agil oder plangetrieben? Völlig egal.

Wichtig ist, dass schon Ergebnisse des Projekts vorliegen. Ob der Weg dorthin mit einem agilen Ansatz oder anderen Vorgehensweisen beschritten wurde, macht keinen Unterschied.

Bewertet wird, wie gut das Projekt umgesetzt wurde und wie zufrieden die verschiedenen Stakeholder mit dem Projektergebnis sind. Das Project Excellence Modell ist so konzipiert, dass es gegenüber dem methodischen Framework eines Projekts neutral ist. Das kann sich am V-Modell orientieren oder agil sein. Es kann nach PRINCE 2 oder dem PMBOK Guide geführt werden, Scrum, Extreme Programming ... oder einfach eine eigene Vorgehensweise entwickeln, die ganz individuell zum Projekt passt.

Gibt es Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung?

Es gibt zwar keine geheimen Tricks, aber dennoch einige Empfehlungen und Ansatzpunkte, die bei der Bewerbung helfen können.

1. Es ist weniger Aufwand als man denkt. Das Ausfüllen der Selbstbewertung im PE-Portal ist strukturiert und übersichtlich nach den 23 Teilkriterien aufgebaut. Haben Sie ein Teilkriterium ausgefüllt, erscheint eine grüne Checkbox als eine Art Statusanzeige. So können Sie Ihren Fortschritt übersichtlich mitverfolgen.

2. Eine Mind-Map zu den 23 Teilkriterien kann Übersicht bringen. Einige Bewerber erstellen sich zur Vorbereitung eine Mind-Map und sammeln und sortieren mit deren Hilfe zunächst die Informationen zu den Teilkriterien, bevor sie die Felder der Selbstbewertung vollständig ausfüllen. 

3. Die Textfelder sind auf 3.000 Zeichen begrenzt – nutzen Sie den Platz optimal. Über die meisten Projekte könnte man ganze Bücher schreiben, gerade, wenn man aktiv daran beteiligt war. Die Zeichenbeschränkung ist daher eine Hilfestellung, sich auf das Wichtigste zu fokussieren. Weiterhin geht es natürlich auch um Chancengleichheit der Bewerber. Wie nutzen Sie die Zeichenzahl optimal aus? 

  • Beschreiben Sie das Wesentliche. Stellen Sie daher klar Ihre Stärken heraus, gern auch in kurzen Sätzen und Stichworten. 
  • Ein Anhang sagt oft mehr als viele Worte. Nutzen Sie die Möglichkeit, Anhänge hochzuladen und Ihre Ausführungen damit zu erläutern.

4. Zeigen Sie, was Ihr Projektmanagement exzellent macht. Die Assessoren des Deutschen Project Excellence Awards suchen nach Beispielen für außergewöhnliches und herausragendes Projektmanagement. Zeigen und belegen Sie diese Beispiele.

5. Nutzen Sie die Unterstützung: Das DPEA-Office berät Sie gern. Wenn Sie Fragen oder Zweifel während der Bewerbung haben, kontaktieren Sie das DPEA-Office. Wir sind gern für Sie da und beantworten lieber eine Frage zu viel, als ein exzellentes Projekt zu verlieren. 

Der Deutsche Project Excellence Award ist die Königsklasse im Projektmanagement. Seien Sie ein Teil davon!

Wir helfen gern

Nehmen Sie am besten früh Kontakt auf:

Kann das PE-Portal auch unabhängig von der Teilnahme am Award genutzt werden?

Das PE-Portal kann laufend genutzt werden, auch ohne am Award teilnehmen zu wollen.

Zur Selbstbewertung steht das PE-Portal immer zu Verfügung. Projekte können beliebig oft zwischengespeichert und editiert werden. Erst dann, wenn ein Projekt für den DPEA eingereicht wurde, sind die Unterlagen für den Bewerber nicht mehr veränderbar. Das PE-Portal kann also auch zur laufenden Selbstreflexion und Bewertung von Projekten genutzt werden. Diese Nutzung ist kostenfrei.

Das PE-Portal ist ganzjährig verfügbar

Die Nutzung ist kostenfrei.